4. Juli 2018

Hoch hinaus – ohne die Bodenhaftung zu verlieren

04. Juli 2018

Schlichtes Mobiliar in Weiß, helle Holzdetails und offene Räume: Das neue Büro der BEOS-Niederlassung in München hat sich der Transparenz verschrieben. Inmitten von historischen Altbauten im Stadtteil Schwanthalerhöhe arbeiten die BEOS-Mitarbeiter des Standortes seit Ende Juni nach dem „Open Space“-Prinzip. Anstatt täglich an festen Arbeitsplätzen zu sitzen, teilt sich das Team den gesamten Raum und nutzt die Kapazitäten je nach aktueller Aufgabe. „Desk Sharing“ – so die Idee, dem die meisten Büros des Unternehmens folgen – fördert die interdisziplinäre Zusammenarbeit und erleichtert die Kommunikation.

 

Dass die bayerische BEOS-Familie nun in zwei Etagen über den Dächern Münchens und mit Alpenblick das nächste Kapitel der erfolgreichen Standortgeschichte schreiben will, prägte das Motto der feierlichen Eröffnung Ende Juni: „Up in the Air“ – das passt gleich aus mehreren Gründen zum in Deutschland führenden Investmentmanager für Unternehmensimmobilien. Da wäre etwa das „wohl ungewöhnlichste Projekt im BEOS-Portfolio“, wie Niederlassungsleiterin Katja Rüdiger es ausdrückt. 30 Kilometer westlich der bayerischen Landeshauptstadt gelegen, schlägt am Sonderflughafen Oberpfaffenhofen das Herz der deutschen Luftfahrtindustrie. Im Jahr 2016 erwarben BEOS und das Familienunternehmen Triwo mit einem Joint Venture den Flughafen vom Vorbesitzer Airbus.

Fotograf: Franz Kastner

Hoch in die Luft weist aber auch die Entwicklung des erst 2013 ins Leben gerufenen Münchner Standorts, wie Hendrik Staiger hervorhob, der im BEOS-Vorstand für die südlichen Bundesländer und hiesige Akquisitionen zuständig ist. Die Eröffnung der Niederlassung in München sei „der Beginn eines Steilfluges“ gewesen – „in den letzten vier Jahren haben wir uns quasi verdoppelt“, berichtete Staiger den anwesenden Partnern und Investoren – darunter Vertreter von Mietern und finanzierenden Banken, etwa von BMW und der Bayerischen Landesbank. Neben „Up in the Air“ richtete Staiger seinen Blick in die Zukunft, die auch in der Immobilienbranche maßgeblich von der Digitalisierung beeinflusst werde.

 

Die Zeichen, so Staiger, stünden dabei auf Flexibilisierung: Der E-Commerce und die beginnende strukturelle Revolution unter dem Schlagwort „Industrie 4.0“ erhöhten den Veränderungsdruck für viele Unternehmen enorm. „Gleichzeitig werden ,Collaboration Spaces‘, wo mehrere Abteilungen oder Unternehmen auch unterschiedlicher Nutzungsarten zusammenarbeiten, immer attraktiver.“ Hier komme BEOS ins Spiel, da sich viele Lösungen für Unternehmen nur umsetzen ließen, wenn man miete. Sein Unternehmen verfolge dabei das Ziel, sowohl bei Entwicklung und Bau als auch bei Dienstleistungen gute Voraussetzungen für große Corporates sowie für den Mittelstand zu schaffen.

 

Diesem Verknüpfungsansatz folgt auch der von München aus verwaltete Sonderflughafen bei Oberpfaffenhofen. Erst 2017 erklärte der damals amtierende Bundesverkehrsminister Alexander Dobrindt (CSU) ihn zu einem der bundesweit zwölf „strategisch wichtigen Flughäfen“ – kein Wunder, sitzen doch auf dem 1936 für die Dornier-Werke errichteten Flughafen nicht nur deren Nachfolgeunternehmen, sondern beispielsweise auch eine Dependance des Deutschen Zentrums für Luft- und Raumfahrt (DLR). Als Forschungsstandort verfüge Oberpfaffenhofen weiterhin über großes Potenzial, betont die Münchener Niederlassungsleiterin Rüdiger. Ihr Ziel sei der Ausbau des Flughafens zum Zentrum für Luft- und Raumfahrttechnik.

 

Rüdiger, die in ihrer Eröffnungsrede auch über Auf und Abs bei der Akquise in Deutschlands Süden berichtete, betont gemeinsam mit Staiger jedoch bei allen Höhenflügen eines: „Wir wollen zwar hoch hinaus, aber dennoch auf dem Boden bleiben.“ Schließlich, resümierte Staiger, sei die Schaffung neuer Flächen für Unternehmen das Kerngeschäft von BEOS.

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